Earthbound — In Dialogue with Nature
Artists

María Castellanos & Alberto Valverde

«Beyond Human Perception», 2020

Beyond Human Perception thematisiert die «geheime Sprache der Pflanzen» und unsere mögliche Kommunikation mit ihnen. Die Installation präsentiert die Reaktionen von Menschen und Pflanzen auf Live-Musik. In mehreren Sitzungen wurde die Gehirnaktivität von Menschen mit Hilfe eines EEG gemessen und mit den elektrischen Schwingungen von Pflanzen verglichen, die durch die von der Künstlerin und dem Künstler entwickelten Sensoren aufgezeichnet wurden. Durch den Einsatz der Fourier-Transformationsmethode ist es möglich, diese unterschiedlichen Datensätze miteinander zu vergleichen. Zwei synchronisierte Videos machen das Ergebnis sichtbar: Ein Video zeigt das Konzert für Pflanzen und Menschen, auf dem anderen ist die Datenvisualisierung und grafische Simulation von Castellanos und Valverde zu sehen, anhand derer die Reaktionsmuster veranschaulicht werden. Durch diesen direkten Vergleich schaffen es María Castellanos und Alberto Valverde, uns die Pflanzenwelt näher zu bringen und ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie ähnlich beide Spezies auf ihre Umwelt reagieren.

María Castellanos und Alberto Valverde (ES) arbeiten seit 2009 unter dem Namen uh513 zusammen. Castellanos ist Künstlerin und hat an der Universität in Vigo in Bildender Kunst promoviert. Valverde ist Künstler und Technologe mit Erfahrung in den Bereichen Systemdesign, interaktive Umgebungen und Robotik. In ihrer gemeinsamen Forschung konzentrieren sie sich auf Hybridisierungen zwischen Cyborgs und «Wearables» als Paradigma zur Erweiterung der menschlichen sensorischen Fähigkeiten und die Schaffung komplexer Systeme zur Förderung der Kommunikation und des Verständnisses zwischen Menschen und Pflanzen. Ihre Werke wurden in einer Reihe von Ausstellungen gezeigt und sie erhielten für ihre Arbeit bereits mehrere Auszeichnungen, darunter der kürzlich verliehene Preis Vertigo Starts der von EU Horizon 2020 vergeben wird. Castellanos und Valverde leben in Oslo.