Earthbound — In Dialogue with Nature
Artists

Ursula Endlicher

Input Field reversal #2, 2022

Das Projekt verbindet Innen- und Aussenraum, Digitales mit «Natürlichem». In ihr wirft Ursula Endlicher einen digitalen Blick auf die Umgebung des HEK. Die Arbeit übersetzt das Umfeld des HEK in eine digitale, «browser-basierende» Umgebung, in der über ein Web-Interfaces die physische Natur beobachtet und manipuliert werden kann. Die Bäume auf dem Freilager-Platz werden als «Model» für digitale Pflanzen verwendet, deren Verhalten (ähnlich der biologischen) sich durch real-time Wetter-daten verändern, und auf die digitalen Garten-künste der Besucher:innen angewiesen sind. Umgekehrt werden auch die Bäume vor Ort via AR-App zu einem Interface: die Bilder der «codierte Natur» der digitalen Pflanzenvariation kann auf Tags an verschiedenen Bäumen in der Umgebung (biologische Natur) abgerufen werden.

Ursula Endlicher (AT) verwandelt Code in ein physisches Medium. Umgekehrt überführt sie das Physische in ein virtuelles System. Sie untersucht und nutzt die - oft verborgenen - strukturellen Komponenten, Architekturen und Schnittstellen der vernetzten Welt als Thema und kreativen Motor für ihre eigene Arbeit. Durch die Überlagerung von Regelsystemen aus dem Internet mit Prozessen in der materiellen Welt werden überraschende und oft humorvolle Perspektiven auf die "Natur" beider Welten entdeckt und weiterverwertet. Ihre Arbeit kombiniert Internetkunst, Installationen, Objekte und Performances. Die in Österreich geborene Künstlerin lebt in New York.